LE PARNASSE FRANÇAIS
ANTON STECK Barockvioline / -viola | Baroque violin / -viola
KURSINHALT | CONTENTS OF THE COURSE
Französische Musik für Violine läßt sich in zwei Gruppen einteilen: Musik, die aus der Idee des 17. Jahrhunderts kommt und sein stilistisches Fundament bei Lully, Marais und (später) bei Couperin hat, und andererseits Musik, die sich an der neuen Mode orientiert mit einer klaren Affinität zum italienischen Stil (Leclair, Guillemain u.a.). Trotz dieser Neuorientierung ist festzuhalten, dass auch diese späteren, eher virtuos anmutenden Werke nur mit der Beherrschung und Kenntnis des ursprünglichen französischen Stils ausgeführt werden können.
Dabei stehen Themenkomplexe im Vordergrund, wie: Inégalité, Verzierungstechnik und Bogensetzung.
Programm: Sonaten und Kammermusik von Marais, Rebel, Couperin, Leclair, Mondonville, Guillemain u.a.
French music for violin can be divided into two different kinds: the first is traditional music that has elements from the 17th century, based on the stylistic fundamentals used by Lully, Marais and later on by Couperin. The second kind of music is progressive with a new orientation towards the Italian style (Leclair, Guillemain a.o.). Although this new style breaks with the traditions of the 17th century, one must also realise that these new and often virtuosic compositions cannot be excecuted well without knowledge of the original French style.
We will discuss topics such as Inégalité, ornamentation and bowing techniques.
Programme: sonatas and chamber music by Marais, Rebel, Couperin, Leclair, Mondonville, Guillemain a.o.
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Nach den Studien der modernen Geige in Karlsruhe und der Barockvioline bei Reinhard Goebel in Amsterdam folgten Engagements als Konzertmeister unter anderem bei Musica Antiqua Köln, den Musiciens des Louvres und, seit 2005, bei Concerto Köln.
Trotz all dieser Aktivitäten als Orchesterleiter liegt sein musikalischer Schwerpunkt auf der Interpretation virtuoser Geigenliteratur, was er sowohl auf der Bühne als auch auf zahlreichen preisgekrönten CD-Einspielungen (zusammen mit dem Cembalist Christian Rieger) unter Beweis stellt. Dabei überschreitet er die Grenzen herkömmlicher Spieltechnik und fordert nicht nur sich selbst, sondern auch sein Publikum heraus. 2007 produzierte Anton Steck zusammen mit Marieke Spaans eine von der Presse umjubelte Mozart-Aufnahme, die durch die Verwendung eines originalen Tangentenflügels zu einem völlig neuen Klangbild von Mozarts Violinsonaten führte.
Als Solist arbeitet Anton Steck mit verschiedenen Orchestern zusammen. Es entstanden bisher Ersteinspielungen der Violinkonzerte des Mozart-Zeitgenossen Antonio Rosetti (cpo) und von Antonio Vivaldi ("I Concerti di Sfida" bei NAÏVE Paris). Bei cpo erscheint 2008 die Ersteinspielung des einzigen Violinkonzertes des Beethoven-Schülers Ferdinand Ries.
Auf dem Podium war er solistisch u.a. im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, Den Haag, Wigmore-Hall London, Köthen, Florenz, Versailles, Tokyo und im "Frick-Museum" New York zu hören.
1996 gründete Anton Steck das Schuppanzigh-Quartett. Neben der großen Wiener Quartett-Literatur widmet sich das Ensemble auch sehr stark der Entdeckung bisher unbekannter Kompositionen. Eine Serie von Produktionen ist dem Bonner Komponisten und Beethoven-Freund Ferdinand Ries gewidmet, dessen spektakuläres Quartettschaffen bisher völlig unbekannt geblieben war.
Als Professor für Barockvioline bildet Anton Steck an der Staatlichen Musikhochschule Trossingen eine neue Generation von jungen Barockmusikern aus.


