LE PARNASSE FRANÇAIS
Details der Kursinhalte
María Cristina Kiehr: Gesang
Cantaten, Airs de Cours, Motteten, und Opern-Arien von Charpentier, Du Mont, Delalande, Lully, Campra, Leclair, Nivers, Clérambeault, Michel Lambert sind willkommen unsere Gesang Atelier zu beleben. Schwerpunkt als interpretatorisches Element wird die “Deklamation” sein.
Übenoten des Abschlußkonzerts der Teilnehmenden und Dozierenden für Sänger ("De Profundis" von Delalande, "Alcione" von Marais und "Te Deum" von Charpentier) können hier heruntergeladen werden.
Patrick Henrichs: Barocktrompete
„Les trompettes de la garde du corps“, die Hoftrompeter der königlichen Leibwache, symbolisierten und repräsentierten die unbegrenzte Macht des Sonnenkönigs.
Der Barocktrompeten-Workshop führt uns in die Welt französischer Trompetenmusik am Hofe von Louis XIV, voller Klangpracht und heroischem Affekt.
Im Ensemble erarbeiten wir Klangkultur, spezielle Artikulations- und Trillerarten und bringen einige der einstudierten Stücke im Konzert zur Aufführung.
Solounterricht bietet daneben Gelegenheit zu allgemeiner technischer und musikalischer Arbeit.
Linde Brunmayr-Tutz: Traversflöte
Suiten, Concerti und Sonaten in allen Besetzungen von J.M.Hotteterre, M.Marais, M.P.de Montéclair, Michel de la Barre, Pierre Philidor, Anne Danican Philidor, J.B. de Boismortier, J.M.Leclair, Guillemain, M. Blavet u.a.
Französische Kantaten von Campra, Montéclair, Clérambeault u.a.
Carsten Eckert: Blockflöte
„Un nuage, conduit par des Aquilons, traverse le théâtre...“ oder die Grazie, die Schönheit des Geistes und der geistigen Bewegung, die Noblesse, der Charme und die Anmut sowie Schwerelosigkeit, eingefangen in den mit dem „goûts réunis“ umschriebenen Werken von François Couperin, Charles Dieupart, Jacques-Martin Hotteterre, André Danican Philidor, Marin Marais, Jean Ferry Rebel, Joseph Bodin de Boismortier, Michel de la Barre, Michel Pignolet de Montéclair, Jean-Marie Leclair l’aîné, Michel Blavet, Jean-Philippe Rameau etc.
Ein Themenschwerpunkt wird J.-M. Hotteterres „L'Art de préluder sur la flûte traversière, sur la flûte à bec, sur le hautbois et autres instruments de dessus“ bilden.
Der Kurs setzt sich mit französischen Quellen zu den Tanztempi, der Artikulation, der Dynamik, den Agréments, der Instrumentierung etc. auseinander.
Die Stimmtonhöhe ist wahlweise entweder 415 Hz oder 392 Hz.
Weitere Informationen, eine Werkliste sowie Angaben zu Sekundärliteratur können direkt bei Carsten Eckert angefordert werden.
Ann-Kathrin Brüggemann: Barockoboe
Der Kurs soll grundlegende Einblicke in die Aufführungspraxis der Kammer- und Sololiteratur des französischen Hochbarocks für Oboe geben. Erarbeitet werden die Sonates en trio von M. Marais, Les Nations von Fr. Couperin sowie dessen Concerts Royaux, die Tibiades von Chauvon und P. Philidors VI Suittes des Premier Oevre.
In der Bande de Hautbois werden wir Stücke von Lully und Philidor einüben. Jeder Teilnehmer ist deshalb gebeten Oboe d'amore und Taille bzw. Oboe da caccia, soweit vorhanden, mitzubringen. Sehr gern gesehen sind Instrumente in der tiefen, französischen Stimmung a= 392 Hz.
Eckhard Lenzing: Barockfagott
Der Barockfagottkurs hat zwei Schwerpunkte.
1.) Die Sonaten der franz. Komponisten Boismortier und Corette
2.) Die Opern von Rameau (Orchesterstudien)
Der Kurs kann mit Fagotten in 392 Hz sowie in 415 Hz absolviert werden. Fragen zu den 392 Hz Instrumenten sind darin eingeschlossen
zu 1.) Fragen zur Ausführung der wesentlichen Verzierungen sowie zur Inegalität und dessen Umsetzung auf dem Fagott werden im Fokus stehen.
Die Fragen zur Interpretation wird die Tanzsätze in der Sonate wie auch Italienische Einflüsse erörtern.
Neben der Interpretation der Sonaten, stehen auch immer Fragen der Rohrbaues im Mittelpunkt der Unterrichts.
zu 2.) Die Bedeutung des Fagottes und dessen Besetzung in den Opern von Rameau ist an Hand der Orchesterstudien zu erarbeiten.
Generelle Fragen des Fagottes als Continuoinstrument. Praktische Übungen, Kammermusik.
Unterrichtssprache: Deutsch, Italienisch, Englisch
Vorzubereitende Stücke: Sonaten von Boismortier, Corette oder andere
kein Vorspielen nötig
Anton Steck: Barockvioline/-viola
Französische Musik für Violine läßt sich in zwei Gruppen einteilen: Musik,
die aus der Idee des 17.Jahrhunderts kommt und sein stilistisches Fundament
bei Lully, Marais und (später) bei Couperin hat, und andererseits Musik, die
sich an der neuen Mode orientiert mit einer klaren Affinität zum
italienischen Stil (Leclair, Guillemain u.a.). Trotz dieser Neuorientierung
ist festzuhalten, dass auch diese späteren, eher virtuos anmutenden Werke
nur mit der Beherrschung und Kenntnis des ursprünglichen französischen Stils
ausgeführt werden können.
Dabei stehen Themenkomplexe im Vordergrund, wie: Inégalité,
Verzierungstechnik und Bogensetzung.
Programm: Sonaten und Kammermusik von Marais, Rebel, Couperin, Leclair,
Mondonville, Guillemain u.a.
Lorenz Duftschmid & Pia Pircher: Viola da gamba
Das „Goldenen Zeitalters der Gambe“ in Frankreich von ca. 1660 bis 1750 steht im Mittelpunkt des Kurses, den Lorenz Duftschmid in Assistenz von Pia Pircher halten wird.
Der Kurs wird sich auf solistische Werke für eine bis drei Gamben mit oder ohne Basso Continuo von Monsieur de Ste-Colombe, Monsieur Demachy, Marin und Roland Marais, Louis de Caix d’Hervelois sowie Antoine Forqueray konzentrieren. Darüber hinaus wird auch Zeit für die wenige - aber umso gehaltvollere französische Consort – Literatur, Kammermusik mit anderen Instrumenten und im Barockorchester sein. Teilnehmer sind daher eingeladen, auch Sopran-, Alt- und Tenor-Instrumente mitzubringen. Der Gambenkurs soll in der tiefen französischen Stimmung (A=392Hz) stattfinden.
Jaap ter Linden: Violoncello, Basse de Violon
Da die französische Sololiteratur für das Cello außer Joseph Bodin de Boismortier, Jean-Baptiste Barrière und Masse nicht sehr reichhaltig ist, soll man sich frei fühlen in der Auswahl der zu arbeitenden Werke. Bitte keine Bearbeitungen! (Bach Gambensonaten...).
Dane Roberts & Michael Greenberg: Violone, Contre-Basse de Violon
Der Workshop Violone/ Historischer Kontrabass soll die Vielfalt der Grossbass - Instrumente im 17. und 18. Jahrhundert v.a. im französisch sprachigen Raum aufzeigen.
Instrumente mit 3, 4, 5 oder 6 Saiten (also auch " G-" Violone und "Wiener" -Stimmung) und ihre Anwendung, Stimmungen, Eigenschaften usw. werden besprochen und (soweit möglich) aktiv ausprobiert.
Der Frage 8' vs. 16' im französischen (und nicht französischen!) Kontext wird ebenso nachgegangen wie 'Basso Continuo'-Spiel, und -Realisation auf Großbassinstrumenten im Allgemeinen.
Rolf Lislevand & Thor-Harald Johnsen: Renaissancelaute, Theorbe, Barockguitarre
Im Zentrum des Kurses, den Rolf Lislevand mit Assistenz von Thor-Harald Johnsen hält steht französische Musik für Laute und Guitarre aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Werke von Pierre Attaignant bis Robert de Visée können auf Renaissance-Laute, Barocklaute, Barockguitarre oder Theorbe musiziert werden.
Teilnehmende, die in Ensembles mitwirken möchten sollten bedenken, dass die Ensembles für Musik um 1700 überwiegend in der tiefen französischen Stimmung A=392 Hz musizieren werden. Im Zentrum des Kurses, den Rolf Lislevand mit Assistenz von Thor-Harald Johnsen hält steht französische Musik für Laute und Guitarre aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Werke von Pierre Attaignant bis Robert de Visée können auf Renaissance-Laute, Barocklaute, Barockguitarre oder Theorbe musiziert werden.
Rolf Lislevand wird ab 25. August beim Kurs anwesend sein. An den ersten beiden Tagen wird somit die Arbeit mit Thor-Harald Johnsen und auf Wunsch die Arbeit mit dem Ensemble im Vordergrund stehen.
Marieke Spaans: Cembalo
Französische Cembalo Sololiteratur & Kammermusik mit 'clavecin obligé' oder mit Generalbass des 17. Und 18. Jahrhunderts.
Beispiele: Chambonnières, L.Couperin, d'Anglebert, F.Couperin, Rameau, Forqueray, Balbâtre, A.-L.Couperin, Royer, Duphly, Tapray, usw.
Quellen:
u.A.
F. Couperin: L' Art de toucher le Clavecin
J.-Ph. Rameau: Vorwörter zu seinen Pièces de Clavecin
M. de St.Lambert: Nouveau Traité de L’Accompagnement du Clavecin
J.-F. Dandrieu: Principes de L’Accompagnement du Clavecin
J.J. Rousseau: Lettres sur la musique...
Niels Badenhop: Barocktanz
Tanz spielte am Hofe des Sonnenkönigs eine entscheidende Rolle. Ludwig XIV. war selbst ein hervorragender Tänzer und förderte diese Kunstform in besonderer Weise. Nicht von ungefähr wurde mit der Gründung der „Académie royale de la danse“ 1661 der Grundstein zu einer professionellen Tanzausbildung nach modernen Grundsätzen gelegt. Ludwigs Tanzlehrer Beauchamps und dessen Mitarbeiter Feuillet entwickelten sogar eine Notation, die exakter als alle vorherigen Aufzeichnungsformen Tanz dokumentiert.
Der Kurs soll die Zeit des Grand Siècle gerade im Tanz wiederaufleben lassen. Hierfür werden Originalchoreographien von Feuillet zu Musiken der wichtigsten Hofkomponisten gearbeitet. Die Choreographien haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, so dass sowohl Anfänger, als auch Fortgeschrittene teilnehmen können. Neben Grundschritttraining und Erarbeiten der Choreographien bildet ein weiterer Schwerpunkt des Kurses das Erlernen der Feuilletnotation.
Es wird leichte Tanzkleidung und geeignetes Schuhwerk benötigt. Für die Abschlussveranstaltung bitte schwarze Konzertgarderobe mitbringen.
Pierre Funck: Orchestrations- und Kompositionswerkstatt
Orchester-Arrangements von Rameaus "Pièces de clavecin"; Rekonstruktion fehlender Stimmen in Marais' Oper "Alcyone"
Zwei zweistündige Workshops, offen für alle Kursteilnehmer, mit anschließender Aufführung der arrangierten und rekonstruierten Stücke in einem der Kurskonzerte
Der Kurs steht allen Teilnehmenden offen.
Michael Greenberg: Vorträge
StimmTonHöhe A=Hz?
Über Tendenzen der Stimmtonhöhe in der Musik des französischen Hochbarock.
An examination of the historical evidence for pitch levels in 17th- and 18th-century French music, as well as the issues governing the choices available to today's performers.
Basse d´Archet
Über die Besetzung des Streichbasses in der Musik des französischen Hochbarock.
A survey of the different instruments that form the string bass group in French Baroque music, and which vary both in type and number throughout the period, depending on the musical context, innovations in instrument construction, and evolving musical tastes. Seating plans and their implications for performance practice will also be discussed. The lecture will be illustrated by projections of works of art and musical manuscripts, and by live performances of works of the period.



