LE PARNASSE FRANÇAIS


ROLF LISLEVAND Renaissancelaute, Theorbe, Barockguitarre | Renaissance-Lute, Theorbo, Baroque guitar


KURSINHALT | CONTENTS OF THE COURSE
Im Zentrum des Kurses, den Rolf Lislevand mit Assistenz von Thor-Harald Johnsen hält steht französische Musik für Laute und Guitarre aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Werke von Pierre Attaignant bis Robert de Visée können auf Renaissance-Laute, Barocklaute, Barockguitarre oder Theorbe musiziert werden.
Teilnehmende, die in Ensembles mitwirken möchten sollten bedenken, dass die Ensembles für Musik um 1700 überwiegend in der tiefen französischen Stimmung A=392 Hz musizieren werden.
Rolf Lislevand wird ab 25. August beim Kurs anwesend sein. An den ersten beiden Tagen wird somit die Arbeit mit Thor-Harald Johnsen und auf Wunsch die Arbeit mit dem Ensemble im Vordergrund stehen.

French music for lute and guitar from the 16th and 17th century will be the focus point of this course, given by Rolf Lislevand and his assistant Thor-Harald Johnsen. There will be the opportunity to work on compositions by any composer from Pierre Attaignant until Robert de Visée. They may be performed on Renaissance lute, Baroque lute, Baroque guitar or theorbe.
Those who wish to paticipate in chamber music should note that most ensembles that play music from around 1700 tune at A=392 Hz (low French tuning).
Rolf Lislevand will be present from the 25th August. During the first two days the main focus will be on the work with Thor-Harald Johnsen and, if you wish so, the work with the Ensemble.


~~~

Rolf Lislevand ist ein norwegischer Lautenist und Gitarrist. Er begann 1980 das Studium der klassischen Gitarre an staatlichen Musikhochschule Oslo. Anschließend setzte er seine Studien an der Schola Cantorum Basiliensis fort, die er 1987 abschloss. Studienfächer waren Historische Aufführungspraxis, Laute, fünfchörige Barockgitarre undTheorbe bei Eugène Dombois und Hopkinson Smith.
Lislevand ließ sich in Verona nieder und gründete dort das "Ensemble Kapsberger". Seine erste CD Aufnahme widmete er vollständig der frühitalienischen Barockmusik des Johann Hieronymus Kapsberger, die ihm in Frankreich den Diapason d'or des Jahres 1994 und den Choc du monde de la musique einbrachte. Seitdem folgten weitere Einspielungen unter dem Titel "Encuentro" mit Werken von Gaspar Sanz und Antonio de Santa Cruz, "Santiago De Murcia Codex" und "Alfabeto".
Er arbeitet häufig mit den verschiedenen Alte Musik Ensembles zusammen, darunter Lorenz Duftschmid und sein Armonico Tributo Austria sowie Jordi Savall und dessen Hesperion XXI oder dem "Le Concert des Nations". Mit eigenen Formationen ist er ständiger Gast bei internationalen Alte Musik Festspielen, wie beispielsweise beim Edinburgh Festival, dem "Festival Musica Antiqua" Brügge oder beim "Festival Oude Muziek" in Utrecht. Inzwischen ist er einer der bekanntesten Interpreten für spanische Renaissancemusik und Musik des ausgehenden Mittelalters, auch auf der Vihuela.
Rolf Lislevand erhielt 1993 eine Professur für Laute und historische Aufführungspraxis an der staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.